Freitag, 16. Oktober 2015

Lacquediction auf Reisen: Kuba Teil 2 - Santiago de Cuba & Camagüey

Und wir sind wieder auf Kuba gelandet. Diese Woche geht's in den Süden nach Santiago de Cuba und Camagüey. Den ersten Teil des Reiseberichts findet ihr hier.



Geflogen sind wir mit Cubana Airlines. Während das Flugzeug in Sachen Ausstattung überraschend modern und bequem war, war Alles Andere eine absolute Zumutung. Um 15.30 sollte unser Flug laut Flugplan gehen. Dann wurde es 16.30. Letztendlich sind wir um kurz nach 18 Uhr geboardet. In der Zwischenzeit gabe es keine Auskünfte. Die Abfertigung am Check In war dermaßen unfreundlich und improvisiert. Außerdem hat die CheckIn Dame absichtlich alle Pärchen auseinander gesetzt (das war schon ein bisschen auffällig). Alles in Allem ein furchtbares Erlebnis. Und von den Security Checks am Flughafen in Havanna will ich gar nicht anfangen.



Gewohnt haben wir Melía Santiago de Cuba. Wir waren ja vom Melía auf Teneriffa begeistert und auch dieses Hotel war eines der besseren auf unserer Rundreise. Die Zimmer waren ganz nett, es war alles sauber und ordentlich. Der Pool war ganz schön und auch mit dem Service waren wir größtenteils zufrieden. Die Rezeption war superhilfreich, aber der Service im Restaurantbereich hatte sichtbar keinen Bock. In einem leeren Restaurant muss ich nicht 20 Min. auf mein verdammtes Wasser warten.
Die Essensauswahl war Abends eher begrenzt und die Qualität auch stark schwankend. Das Frühstück war schon besser, aber nicht vergleichbar mit dem H10 Panorama in Havanna. Der Service in der Rooftopbar war zwar bemüht, aber sichtlich überfordert. Ich frage mich ganz ernsthaft, wie Kuba mit dem kommenden Run auf ihre Insel klarkommen will. Wenn der Service selbst im besten Hotel der Stadt, das zu einer internationalen Kette gehört, so langsam ist, dann seh ich schwarz für den Rest.
Im Hotel gab es kleinere Lädchen, wo man Postkarten, Klamotten und Kosmetikartikel erwerben konnte.
Auch fiel zwischendurch gelegentlich der Strom aus, aber dafür kann das Hotel wahrscheinlich nix.
Ich würde das Hotel weiterempfehlen.


Abends in der Rooftop-Bar


Gesehen

Kathedrale von Santiago

Moncada-Kaserne


Plaza de la Revolución

Santa Ifigenia-Friedhof


Castillo El Morro



Kleines Mittagessen in der Nähe vom Castillo

Basica del Cobre



Dann ging es weiter nach Camagüey, das für seine reizvolle Altstadt bekannt ist.



Gewohnt haben wir im Gran Hotel Camagüey. Das war gar nicht mal so gran. Im Fahrstuhl hat es nach Diesel gestunken, so dass einem richtig schlecht wurde. Die Zimmer waren altbacken und die Bettwäsche fleckig. Die Klimaanlage war so laut, dass man nicht schlafen konnte, wenn man sie anhatte. Ein Fenster gab es nicht, sondern wie für kubanische Privathäuser üblich, nur schwere Holzrollläden. Man hatte also die Wahl zwischen kompletter Dunkelheit und Kühle oder Helligkeit und drückender Hitze. Grandios. Wenigstens war der Ausblick toll


Das Essen... ja, das wäre eigentlich einen eigenen Post wert. Ich hab noch nie soviel gelacht bei so einem schlechten Essen. Erst hieß es: zum Abendbrot gibt's Buffet. Dann gab es aber doch wieder nur die Wahl "Fisch oder Huhn?". Wir haben uns alle für Hühnchen entschieden und bekamen... das wohl zäheste und härteste Huhn aller Zeiten. Das war so tot, toter ging's nicht mehr. Wir haben uns in einem Anfall von hungerverursachtem Galgenhumor so kaputt gelacht bei dem Versuch, die Dinger zu essen, dass das Personal schon echt zappig wurde. Die haben die vollen Teller dann natürlich auch kommentarlos abgeräumt und nicht gefragt, was das Problem war oder eine Wiedergutmachung angeboten. War denen schlicht wurscht. Meine Vermutung ist ja, dass wir Hähnchen vom Vortag vorgesetzt bekommen haben. Oder von der Vorwoche, wer weiß das schon.
Zum Frühstück sind wir dann schon mit bösen Vorahnungen gegangen. Tatsächlich war die Auswahl eine mittlere Katastrophe. Ich habe wirklich noch nie erlebt, dass jemand sogar Pancakes versauen kann, aber diese waren ledrig wie Wanderschuhe und haben auch noch furchtbar geschmeckt. Neben den Pancakes gab es aber nur noch 100 Jahre alten Toast, mit dem man Jemanden hätte erschlagen können und Pizza. Ja, Pizza! Nebenbei standen - wie so oft auf Kuba - 5 Angestellte rum und guckten, statt die leeren Fächer aufzufüllen. Grandios. Zum Schießen, echt.
Das einzig Positive an diesem Hotel: es liegt mitten in der Fußgängerzone und nicht wie die meisten anderen Tourihotels weit außerhalb vom Ortszentrum. Das gab uns die Gelegenheit, abends mal in eine echte einheimische Bar zu gehen und das antike Hähnchen mit etwas Cuba Libre runterzuspülen.
Ich würde dieses Hotel meinem schlimmsten Feind nicht empfehlen.

Das berüchtigte Lederhuhn!


Gesehen


Wir haben eine kleine Stadtrundfahrt mit dem Bicitaxi gemacht. Das hat uns für 1,5h 10CUC gekostet (etwa 10€).



 







Adíos, Camagüey!


Und beim nächsten Mal: Schlimmer geht's immer!

Kommentare:

  1. Wie jetzt, es wird schlimmer? Bin ich jetzt schadenfroh, wenn ich schon sehr gespannt bin? ^^

    Aber die Bilder sind toll - und ich hätte gerne ein bisschen von dem blauem Himmel gerade ^^

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    1. Weißt du, dass du hier momentan fast meine einzige Kommentatorin bist? :D

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