Freitag, 9. Oktober 2015

Lacquediction auf Reisen: Kuba Teil 1 - Havanna & das Viñales-Tal

Hallo meine Lieben. Hier mal wieder ein Reisepost von mir. In mehreren Teilen werde ich auf meinen zurückliegenden Kuba-Urlaub eingehen und euch ein paar Eindrücke von dem Land vermitteln.


Wie ihr ja vielleicht mitgekriegt habt, nähern sich Kuba und die USA gerade an. Das hat einen regelrechten Boom ausgelöst, so dass Kuba mehr oder weniger ausverkauft ist bis Mitte nächsten Jahres. Wir haben es geschafft, noch mal hinzufliegen, bevor die Amis einfallen und alles mit Starbucks zubauen. Wir haben uns hierbei für eine Rundreise entschieden, ohne Badeaufenthalt im Anschluss - dafür fehlte uns einfach die Zeit.


 
Geflogen sind wir mit Condor ab Frankfurt nach Varadero. Das war eine eher mittelprächtige Erfahrung. Alles kostet extra, ständig läuft Werbung (sogar während der Filme, die man bezahlt hat!), es gibt beim Essen nur ein Gericht, es sei denn, man bucht für viel Geld ein Premiummenü; und die Sitzabstände sind auch eher knapp bemessen. Alles in Allem war es okay, aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich wahrscheinlich eine andere Airline wählen. Condor bietet übrigens am Checkin oft noch ziemlich günstige Upgrademöglichkeiten auf die Premium Eco oder Business Class an.
Die einzige weitere Direktverbindung nach Varadero bietet Air Berlin ab München, Düsseldorf und im Winter auch ab Berlin an. Man kann aber auch nach Havanna fliegen, direkt mit Condor ab Frankfurt oder mit Umsteigen in Moskau, Amsterdam, Paris oder Kanada ab fast allen anderen deutschen Flughäfen.



Gebucht hatten wir die Große Cuba-Rundreise von Neckermann. Diese finde ich im Prinzip auch von der Reihenfolge und Dauer okay. Man fährt praktisch ganz vom Osten in den Südwesten und sieht alles dazwischen. Leider hatten wir mit unserm Reiseleiter Pech. Die Reiseleiter auf Kuba werden alle von der einzigen staatlichen Agentur Cubaturs gestellt. Unser Reiseleiter hatte mehr Interesse daran, uns in Läden und Kneipen zu führen, wo er dann Provision kriegen konnte, als uns wirklich das Land und seine Sehenswürdigkeiten näher zu bringen. Hätten Mr. L und ich uns nicht ab und zu selbständig gemacht, hätten wir kaum was zu sehen bekommen außer einem Zigarrenverkauf im Hinterstübchen nach dem anderen. Mit unserer Truppe hatten wir richtig Glück, die waren fast alle toll. Wir waren ca. 20 Leute.
Im Übrigen kann ich euch nur raten, die Superior-Variante dieser Reise zu buchen. Die Leute, die die Standardvariante gebucht hatten, hatten teils katastrophale Hotels und waren sehr, sehr unzufrieden.

Gewohnt haben wir in Havanna im H10 Habana Panorama. Das ist eines der besseren Hotels in Havanna. Zum generell sehr schlechten Hotelstandard auf Kuba sage ich gesondert noch mal was in einem späteren Post. Dieses war auf jeden Fall okay. Es liegt unmittelbar am Meer (Havanna hat aber keinen Strand!) im Diplomatenviertel Miramar. Das ist etwas entfernt von der Altstadt. Wenn ihr in der Altstadt wohnen wollt, sind das Iberostar Parque Central und das Saratoga am empfehlenswertesten (beide direkt am Capitol). Wem die zu teuer sind, für den ist das Conde de Villanueva vielleicht eine günstige Alternative.
Das Hotel selbst ist wie viele Hotels in Kuba eine architektonische Sünde und die Zimmereinrichtung durchaus etwas in die Jahre gekommen, aber wir waren mit Sauberkeit und Service zufrieden und vor allem das Essen konnte uns voll überzeugen. Das Frühstück war grandios. Ich würde das Hotel definitiv weiterempfehlen.





Havanna
Leider haben wir in Havanna nicht annähernd soviel gesehen, wie wir gerne wollten, dabei habe ich mich darauf eigentlich am meisten gefreut. Ein paar Eindrücke kann ich euch dennoch zeigen.

Das Capitol

Plaza de la Revolución mit José Martí-Denkmal.

Parque Cespedes

Hotel Ambos Mundo, wo Hemingway gerne getrunken hat. Allerdings - wo hat er das nicht?

Café Taberna. Da sollen Buena Vista Social Club gespielt haben.

Im Rummuseum

Havana Cathedral

Welches Castillo das ist, hab ich vergessen


Gemischte Eindrücke







Das Vinales-Tal
Ca. 2h fährt man von Havanna aus in den Osten der Insel. In der Stadt Pinar del Rio kann man angeblich die besten Zigarren kaufen und hier gibt es auch einen leckeren Fruchtlikör namens Guayabita.

Am Aussichtspunkt


Alles so schön grün


Cueva del Indio - Tropfsteinhöhle

Zuckerrohrsaft schlürfen - natürlich mit Rum

Mural de la Prehistoria


Im nächsten Post geht es dann ganz in den Süden und wir treffen auf das Lederhähnchen des Todes.

Kommentare:

  1. Tolle Eindrücke - ich hab' gerade in letzter Zeit auch so einiges an Begeisterung über Kubareisen gehört (da macht sich wohl der Trend bemerkbar^^), allerdings von Individualtouristen. Was du mit dem Guide beschreibst ist auch immer so meine größte Befürchtung bei Rundreisen...

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  2. So eine organisierte Rundreise klingt nun nicht sehr berauschend. Könnte man Kuba auch auf eigene Faust erkunden oder würdest du das für zu "gefährlich" halten?

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    1. Nee, ist überhaupt nicht gefährlich und würde ich, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, auch so machen. Kuba hat fast keine Kriminalität, vor allem Touris gegenüber.

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