Freitag, 15. Mai 2015

Lacquediction auf Reisen: Indien Teil 2 - Agra & Rajasthan

Nachdem wir uns Delhi und Vrindavan angesehen haben, sind wir weitergefahren nach Agra und dann weiter nach Rajasthan.

Vorm Taj Mahal


Gewohnt haben wir in Agra im Doubletree by Hilton. Das war wirklich sehr schick und das würde ich auch von der Lage her weiterempfehlen.

Schickes Zimmer und Bad

Spiegelselfie, Schniekes Zimmer


Gegessen haben wir außerdem im Khandelaa. Das Khandelaa ist in der Nähe des Sadar Bazars und bietet superleckeres indisches Essen, das auch für den europäischen Gaumen verträglich ist.




Indische Desserts: Eis mit Curry (natürlich!) und honiggetränkter Kuchen


Gesehen

Taj Mahal




Wohl DAS Wahrzeichen von Indien. Leider stand unser Besuch unter keinem guten Stern. Es war spät am Samstagabend und somit entsprechend voll, es wurde schon dunkel und es regnete in Strömen. Ein paar schöne Fotos hab ich dennoch geschossen.
Um ins Innere des Taj Majal zu gelangen brauch man ein sog. "High Value Ticket". Wir wurden als Weiße aber nicht einmal kontrolliert und einfach durchgelassen. Außerdem wurden wir bei jeder Schlange vorgelassen oder sogar rausgewunken und vorher reingelassen.
Das Innere des Taj Mahal ist meiner Meinung nach allerdings nur dann einen Besuch wert, wenn es relativ leer ist (was es aber nie ist). Es war so voll, als wir da waren, dass wir eigentlich nur durchgeschoben wurden. Es war dunkel, laut, voll und ich bekam langsam regelrecht Platzangst. Dabei hab ich garkeine Platzangst. Gesehen hab ich eigentlich nichts.


Rotes Fort





Blick aufs Taj Mahal vom roten Fort


Leider waren wir auch hier mit Regen gestraft, aber zum Schluss hin kam die Sonne raus. Eine riesige Anlage, wirklich toll anzusehen.


Dann unsere erste Station in Rajasthan war das kleine Dörfchen Geejgarh.

Gewohnt haben wir im Geejgarh Village Retreat. Total abgelegen und richtig idyllisch. Das Retreat kocht nur vegetarisch (auf Wunsch auch nur vegan) und es hat sogar mir als absolutem Gemüsemuffel richtig gut geschmeckt. Durch die abgelegene Lage kann man natürlich nicht allzuviel machen außer die Umgebung genießen und Ausflüge ins Dorf machen. Außerdem werden auch Joga- und Kochkurse, Kricketspiele usw. organisiert. Das Retreat ist einfach - heißes Wasser gibt's nur morgens - aber sauber und ordentlich und die kleinen Hüttchen sind einfach gemütlich. Leider hatten wir auch hier Pech mit dem Wetter, aber das war garnicht schlimm.



Mein Zimmer/Hüttchen

Leckerstes Bier Indiens, tolles vegetarisches Essen (ja, das hab ich echt grad geschrieben)


Getan

Als Erstes haben wir einen Camel kart ride gemacht. Durch die schlammigen Feldwege Rajasthan nach einem längeren Regen natürlich echt abenteuerlich. Und dann im Dunkeln ohne Straßenbeleuchtung zurück, durch gigantische Pfützen und Wasserlöcher. Es war spannend, soviel steht fest ;) Das eigentlich Tolle war aber, wie die Dorfkinder sich gefreut haben, als wir durchs Dorf gefahren sind. Wir waren die Hauptattraktion. Da die meisten hier keinen Strom hatten, waren wir wohl das Äquivalent für Fernsehunterhaltung :D








Mit dem Camelkart haben wir einen Dorfausflug gemacht. Nachdem wir die gesamte Dorfbevölkerung belustigt haben, sind wir bei einer Familie angekommen, die für uns gekocht hat. Sie haben uns ganz offen und stolz ihr kleines Häuschen, ihren Ochsen und ihr Grundstück gezeigt und uns dann gezeigt, wie man bei ihnen kocht. Einige Gruppenmitglieder haben dann auch noch mit den Dorfmännern selbstgemachte Shisha geraucht.
Der ganze Besuch war wahnsinnig interessant und die Leute unheimlich nett, offen und freundlich. Am Ende hatte sich eine ganze Kindermeute um uns geschart, die sich wahrscheinlich auch wunderte, was zur Hölle die Fremden denn so interessant finden und ob die noch nie gesehen haben, wie jemand kocht.
Die Frau des Hauses war sehr stolz als uns ihr Essen geschmeckt hat (sie hat es für uns extra mild gemacht - und mein Mund hat trotzdem gebrannt wie Feuer) und hat ihren ältesten Sohn angerufen und ihm erzählt, dass sie Weiße im Haus hat und die grade ihr Essen gelobt haben :D


Frau macht Papadam, Mann raucht Shisha - selbe Rollenverteilung wie in Deutschland



Als wir dann ins Retreat zurückkehrten hatte man für uns schon eine weitere Überraschung vorbereitet: eine Tanzvorführung. Das war wirklich cool anzusehen, auch wenn einem die Bollywoodmucke schnell auf die Nerven geht. Am Ende musste wir dann auch noch Alle mittanzen - zur großen Belustigung, der Hotelangestellten, die uns auch eifrig gefilmt haben. Danach waren wir alle fix und fertig - Bollywood-Lieder sind eeeendlos lang.





An unserm letzten Morgen hat die Hotelbelegschaft uns dann eine kleine Lehrstunde im Teekochen gegeben. Sie haben uns gezeigt, wie man richtigen Chai macht. Ich mag sonst überhaupt keinen Chai, weil er mir viel zu süß ist. Im echten indischen Chai kommt Zucker aber gar nicht vor, sondern nur ein bisschen Honig. Wirklich lecker!



Gesehen

Chand Baori






Dieser Stufenbrunnen ist - obwohl wirklich beeindruckend - in kaum einem Reiseführer zu finden. Dabei ist er eindeutig einen Besuch wert.

Hier findet ihr Teil 1 meiner Indienreise. Im nächsten Teil geht es in die rosarote Stadt...

Kommentare:

  1. Tolle Eindrücke hast du da mitgebracht :) Dass ihr so schlechtes Wetter hattet, ist sehr schade - sieht man aber auch gar nicht :P Allerdings war es keine gute Idee, das Posting um die Mittagszeit zu lesen, mein Magen knurrt jetzt wie verrückt :P

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  2. Toller Bericht - wie immer :) Klingt alles sehr spannend.

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