Mittwoch, 26. November 2014

Lacquediction auf Reisen: Brügge (Bilderflut)

Mr. L und ich haben uns einen kleinen Wochenendtrip nach Belgien gegönnt. Unsere erste Station: Brügge.




Gereist: sind wir erst mit dem Flugzeug nach Brüssel (dazu mehr im nächsten Post) und dann mit dem Zug nach Brügge. Das kostet ab Bruxelles-Midi 14€ oneway. Die Züge fahren etwa halbstündlich und brauchen ca. 1h. In Brügge fahren dann fast alle Buslinien direkt zum Markt oder halten irgendwo in der Altstadt. Eine Busfahrt kostet ca. 2€ und dauert nur etwa 5 Min. Mit Taxis sieht es eher schlecht aus.

Gewohnt: haben wir im Martin's. Das liegt ideal mitten in der Altstadt, nur etwa 150m vom Markt entfernt und genauso weit vom Kai und den Grachten. Bei der Buchung solltet ihr unbedingt darauf achten, ein Zimmer nach hinten raus zu nehmen! Wir hatten ein Zimmer zur Straße und haben bei offenem Fenster kein Auge zugekriegt. Nachts mutieren Brügges Altstadtgässchen nämlich zur Partyzone. Ansonsten waren wir aber zufrieden und würden dort auch wieder wohnen. Das Frühstück war toll!


Gesehen: haben wir echt jede Menge. Ich war wirklich überrascht, wieviel ein Kleinstädtchen wie Brügge so zu bieten hat. Am 1. Tag hatten wir etwas Pech mit dem Wetter und haben uns die Museen Brügges näher angeguckt. Am 2. Tag hatten wir richtig schönen Sonnenschein und haben eine Grachtenfahrt und einen ausgiebigen Spaziergang durch die Stadt gemacht.


Grote Markt
bei Tag und bei Nacht ein beeindruckender Anblick.









Burgplatz




Rozenhoedkaai




Grachtenfahrt
solltet ihr unbedingt vormittags machen. Ab nachmittags standen sich die Leute die Beine in den Bauch. Für ca. eine halbe Stunde Fahrt haben wir 7,50€ bezahlt und es war echt toll. Ich wär am liebsten gleich noch mal ne Runde gefahren.





Groeningemuseum
Schöne Gemäldegalerie, die einen Überblick über die flämische Kunst vom Mittelalter bis zum modernen Expressionismus gibt.



Sint-Janshospitaal
Beinhaltet eher kirchliche Kunst, was ich ja eher so mittelinteressant finde.



Choco Story
Ganz Brügge ist vollgestopft mit Schokoladenlädchen und Belgien ist berühmt für seine Schokolade, also war es doch nur logisch, mal ein Schokoladenmuseum zu besuchen. Man kann sogar zugucken, wie Pralinen gemacht werden und sie dann essen. Das war natürlich - Achtung, Wortspiel! - ganz nach meinem Geschmack :D



Weitere Eindrücke

Blinde Ezels Gasse

Schokosouvernirs

Brauerei zum Halbmond

Wall of Beer




Gegessen: während wir in Brügge waren, haben wir uns natürlich auch mal wieder die Bäuche vollgeschlagen und so ziemlich Alles probiert, was die lokale Küche zu bieten hatte. Außer Muscheln. 2 Läden sind uns dabei besonders positiv im Gedächtnis geblieben.

Cambrinus
400 Sorten Bier? Da mussten wir rein! Abends ist es hier gerappelt voll und man sollte unbedingt einen Tisch reservieren. Es gibt eine gigantische Karte mit einigen Kleinigkeiten, einigen Hauptmahlzeiten (viele an den Nachbartischen hatten z.B. Steak) und unzähligen Biersorten. Unsere Kellnerin hatte sehr viel Ahnung und hat uns bei der Bierauswahl super beraten. Das Essen war sehr sehr lecker und auch die kreativen Biersorten haben mir gefallen.


Garnaalkroket und Crème Brûlée

Arthie's
Zugegeben, Mr. L war etwas skeptisch ob der farbenfrohen Raumgestaltung, aber die Bedienung war freundlich und das Essen grandios.

Kipkroket
 
Croque Monsieur, Dame Blanche


Tipps: 
  • Die Belgier gehen wahnsinnig gerne essen und vor allem am Wochenende sind die guten Restaurants gerammelt voll. Tische reservieren ist am Wochenende Pflicht!
  • 2 Tage sind vollkommen ausreichend, um Brügge zu erkunden.
  • Wenn ihr es vermeiden könnt, fahrt nicht am Wochenende hin, denn da wird es richtig voll. Sogar in der absoluten Nebensaison!
  • Von Brügge aus kommt man auch in kurzer Zeit nach Gent oder Antwerpen und kann Flandern ganz toll erkunden.
  • Taxis sind Mangelware, das Bussystem ist aber sehr gut ausgebaut.
  • Für Grachtenfahrten am besten am frühen vormittag umgucken. Die Preise sind ungefähr überall gleich, aber die Wartezeit ist außerhalb des Rozenhoedkaais deutlich kürzer. Guckt euch mal in den Nebenstraßen um das Sint-Janshospitaal um.
  • Bei den Schokoladenlädchen gibt es teilweise extreme Preisunterschiede. Am besten immer in den kleinen Nebenstraßen und Gässchen umgucken und nicht direkt am Markt oder an der Promenade kaufen.
  • Eine Stadtführung per Pferdekutsche wird auch angeboten! Haben wir zwar nicht gemacht, ist aber auch eine originelle Art, den Ort kennenzulernen.

Wir haben uns echt ein bisschen in Brügge verliebt und wollen unbedingt wiederkommen. Vielleicht mal an Weihnachten - auch wenn es dann bestimmt wahnsinnig voll ist. Vielleicht kann man es demnächst auch mit Gent und Antwerpen verbinden.

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